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Lydias Lust und Leid: 8. Episode

Lydias Lust und Leid - Die erotische Geschichte auf SPC
Geschichten auf Sexpartnerclub

Autorin: Jasmin Mildenhaupt

Eine Aussprache wird nötig

Lydia blieb erschüttert zurück, sie verstand nicht was passiert war, ob es daran lag, dass eine andere Frau auf dem Bild zu sehen war? Sie wusste es nicht und sie hatte vor allem keine Ahnung, wie sie auf sein Verhalten reagieren sollte. Nachdem sie fast eine viertel Stunde ahnungslos in der Höllenkammer gestanden hatte, entschloss sie sich ihn suchen zu gehen. Sie fand ihn, wie erwartet, ins einem Büro. Vorsichtig klopfte sie an die Tür und trat ein, er sass am Schreibtisch und tippte hektisch auf seinem Laptop. "Matthias", fragte sie leise, doch er reagierte nicht.

Mutig ging sie näher zu ihm, doch als er aufblickte und seinen eiskalten Blick wahrnahm, blieb sie erschrocken stehen. "Lydia, geh einfach, nimm Deine Sachen, geh und komm niemals wieder zurück". Seine Worte liessen ihr das Blut in den Adern gefrieren. War das noch der Mann, mit dem sie die letzten Tage so viel Spass gehabt hatte? Was war so schlimmes passiert, dass er sie nicht mehr sehen wollte? Tränen liefen ihr über das Gesicht als sie sich rumdrehte und wortlos das Zimmer verliess. Wie gehetzt rannte sie ins Schlafzimmer, nahm ihre Tasche und stopfte wahllos die Kleidung hinein. Als sie das Lederarmband in der Hand hielt, was er ihr morgens aufs Bett gelegt hatte, wurde sie nachdenklich. Die ganze Zeit hatte sie gespürt, dass es zwischen ihnen eine besondere Verbindung gab und plötzlich war ihr Entschluss klar. Sie würde nicht gehen, sie würde eine Aussprache fordern, das war er ihr schuldig, schliesslich hatte sie sich ihm bedingungslos hingegeben und ihm vertraut. Sie ging ins Badezimmer und liess kaltes Wasser über ihre Handgelenke laufen. Anschliessend wusch sie ihr verweintes Gesicht und dann straffte sie die Schultern und steuerte erneut auf sein Arbeitszimmer zu. Ohne anzuklopfen trat sie ein und in seinem Blick stand Verwunderung, als sie zielstrebig auf seinen Schreibtisch zuging. Er wollte etwas sagen, doch sie verbot sich energisch jedes Wort.

Lydia kämpft um Matthias

"Du hörst mir jetzt zu", begann sie ihre Rede, "ich bin hier in Dein Haus gekommen ohne Dich zu kennen, ich habe mit Dir geschlafen, ohne Dich zu kennen. Ich habe mich von Dir fesseln lassen, ohne zu wissen ob ich Dir vertrauen kann und ich habe mich von Dir schlagen lassen, ohne mich erniedrigt zu fühlen". Sie holte tief Luft und dann fuhr sie fort. "Ich lasse mich von Dir nicht aus der Tür weisen, Du wirst mir nun verdammt noch mal erklären, was mit Dir los ist.

Du kannst mich im Bett benutzen, aber nicht in Deinem Leben, das habe ich nicht verdient und es gibt nichts was so schlimm sein könnte, dass Du so ein Theater machst". Sie erschrak über ihren eigenen Mut, dennoch blickte sie ihm fest in die Augen und wartete zitternd auf seine Reaktion. Die liess lang auf sich warten, denn erst einmal sah er Lydia nur an, allerdings war die Kälte in seinem Blick verschwunden. Es war eine Mischung aus Hoffnung, Angst und Achtung, die sie nun in seinen dunklen Augen lesen konnte. Er räusperte sich, wollte etwas sagen, aber dann schwieg er wieder. Abermals war es Lydia, die das Wort ergriff. "Ich bitte Dich mich zu begleiten", sagte sie fest und er stand tatsächlich auf und ging mit ihr in die Kammer der Lust. "Leg dich aufs Bett" kommandierte sie und er tat wie ihm geheissen. Sie löschte das Licht, im Raum war es nun komplett finster und dann legte er sich neben sie.

"Nun kannst Du erzählen", sagte sie dann etwas sanfter und tatsächlich begann er stockend zu reden. Er war früher gern in Bordells gegangen, um seinen sexuellen Frust und seine Lust loszuwerden, dabei war er hinter eine kriminelle Machenschaft eines Bordellbesitzers gekommen. Es handelte sich nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um Handel mit Frauen aus anderen Ländern. Matthias war der Hauptbelastungszeuge im Prozess gegen die Täter gewesen und da er sowohl vom Haupttäter, als auch von dessen Anhang bedroht wurde und er einem Mordanschlag nur knapp entkam, bekam er nach der Verhandlung und Verurteilung des Täters eine neue Identität. Er musste sein gesamtes altes Leben aufgeben, alle Freunde, seine Heimatstadt, seinen Namen, seine Familie und hat vollkommen neu angefangen. Damals war er 19 Jahre alt, das ganze lag also sechs Jahre zurück.

Lydia fehlten für einen Moment die Worte, alles was sie tun konnte, war ihre Arme um ihn schlingen und ihn festhalten. Mit keiner Sekunde dachte sie daran, dass sie möglicherweise in Gefahr sein könnte, wenn er jemals erkannt würde, sie wollte diesen Mann einfach nur beschützen, denn mittlerweile konnte sie sich ihrer Gefühle für ihn nicht mehr erwehren.
Sie lagen nebeneinander in der Dunkelheit und schwiegen. Nach einigen Minuten fand Matthias dann aber doch seine Sprache wieder und flüsterte: "Verstehst Du Lydia, jeder könnte mein Feind sein, auch Du, ich darf niemandem vertrauen und doch erlebe ich bei Dir Gefühle, die ich noch nie zuvor erlebt habe." Sie setzte sich im Dunklen auf und war erschrocken. "Du denkst ich könnte Dir etwas antun?" Er dachte kurz nach und dann antwortete er: "Nein, mein Gefühl sagt mir das Gegenteil, doch wissen kann ich es in meiner Lage nie, ob mir ein schwacher Moment zum Verhängnis werden könnte". Lydia liess sich auf die Matratze zurücksinken und dachte nach. Er hatte Recht, theoretisch könnte sie eine von den Feinden geschickte Mörderin sein, die ihm nach dem Leben trachtete.

Sie überlegte fieberhaft, wie sie ihm beweisen konnte, dass sie ihm nichts schlechtes wollte, doch zunächst fiel ihr nichts ein. Sie lagen nun wieder schweigend und eng aneinandergekuschelt nebeneinander und hielten sich fest. Plötzlich hatte Lydia eine Idee, doch sie wusste nicht, wie er darauf reagieren würde. "Ich möchte Dir etwas beweisen", sagte sie erst einmal nur und er antwortete nicht. "Darf ich?" fragte sie noch einmal und nun endlich gab er ihr eine Antwort. "Was muss ich tun?" wollte er wissen und sie lächelte in die Dunkelheit. "Alles was Du tun musst ist nichts, Du darfst Dich lediglich nicht gegen das was ich tun werde wehren", erklärte sie und nach einem kurzen Zögern erklärte er sich einverstanden. Sie stand auf, knipste die roten Wandlampen an und sah ihn an, wie er so verletzbar auf dem Bett lag. Sie fühlte sich wahnsinnig zu diesem Mann hingezogen und sie wollte ihm beweisen, dass sie nur an ihm interessiert war. Langsam ging sie zur Kommode, in der sie die Handschellen verwahrt wusste.

(Fortsetzung folgt)